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6 79 EN ISO 11611 Nach EN ISO 11611 zertifizierte Schutzkleidung schützt den Träger vor kleinen Spritzern geschmolzenen Metalls und kurzem Kontakt mit Flammen. Sie ist für Schweißarbeiten und verwandte Verfahren geeignet. Schweißerschutzkleidung wird abhängig von der verwendeten Schweißmethode und den dabei entstehenden Schweißspritzern und der Strahlungswärme in zwei Schutzklassen eingeteilt: Klasse 1 – Schutz gegen weniger gefährdende Schweißverfahren und Arbeitssituationen mit weniger Schweißspritzern und niedrigerer Strahlungswärme. Klasse 2 – Höherer Schutz bei stärker gefährdenden Schweißverfahren und Arbeitssituationen mit mehr Schweißspritzern und stärkerer Strahlungswärme. (A1) Begrenzte Flammenausbreitung, Oberflächenbeflammung. (A2) Begrenzte Flammenausbreitung, Kantenbeflammung. FLAMMSCHUTZ ZERTIFIZIERUNGEN EN ISO 11612 Nach EN ISO 11612 zertifizierte Kleidung schützt den Träger vor kurzzeitigem Kontakt mit Hitze und Flammen. Bei der Hitze kann es sich um Konvektionshitze, Strahlungswärme, Spritzer von flüssigem Metall oder eine Kombination dieser Faktoren handeln. Die Schutzkleidung wird wie folgt klassifiziert: (A1) Begrenzte Flammenausbreitung, Oberflächenbeflammung. (A2) Begrenzte Flammenausbreitung, Kantenbeflammung. (B) Konvektive Wärme, Skala 1-3, wobei 3 den besten Wert darstellt. (C) Strahlungswärme, Skala 1-4, wobei 4 den besten Wert darstellt. (D) Flüssige Aluminiumspritzer, Skala 1-3, wobei 3 den besten Wert darstellt. (E) Flüssige Eisenspritzer, Skala 1-3, wobei 3 den besten Wert darstellt. (F) Kontaktwärme, Skala 1-3, wobei 3 den besten Wert darstellt. EN ISO 14116 EN 471 Nach EN 471 zertifizierte Warnschutzkleidung soll die bestmögliche Sichtbarkeit des Trägers in gefährlichen Situationen sicherstellen, und zwar unter den verschiedensten Lichtverhältnissen, bei Tag ebenso wie bei der Beleuchtung durch Fahrzeugscheinwerfer bei Nacht. Hohe Anforderungen werden an die Fluoreszenz und die Retroreflexion des Materials gestellt. Die Schutzklasse richtet sich nach der Größe der sichtbaren Fläche. Hintergrundmaterial (m²) Klasse 1 0,14 0,10 Klasse 2 0,50 0,13 Klasse 3 0,80 0,20 EN ISO 20471 Nach EN 20471 zertifizierte Warnschutzkleidung soll die bestmögliche Sichtbarkeit des Trägers in gefährlichen Situationen sicherstellen, und zwar unter den verschiedensten Lichtverhältnissen, bei Tag ebenso wie bei der Beleuchtung durch Fahrzeugscheinwerfer bei Nacht. Hohe Anforderungen werden an die Fluoreszenz und die Retroreflexion des Materials gestellt. Die Schutzklasse richtet sich nach der Größe der sichtbaren Fläche. EN20471 ersetzt EN471, die im Laufe des Jahres abgewickelt wird. Hintergrundmaterial (m²) Reflexmaterial (m²) Reflexmaterial (m²) Klasse 1 0,14 0,10 Klasse 2 0,50 0,13 Klasse 3 0,80 0,20 Kleidungsnorm für Schutzkleidung, die eventuell der thermischen Gefahr eines Lichtbogens ausgesetzt ist. Lichtbogen Zeit Klasse 1 4 kA 500 ms Klasse 2 7kA 500 ms EN 1149-5 Nach EN 1149-5 zertifizierte Schutzkleidung bietet dem Träger Schutz vor elektrostatischer Aufladung und verringert die Gefahr von Funkenbildung. Sie ist als Teil eines vollständig geerdeten Systems zur Vermeidung von zündfähigen Entladungen zu tragen. EN 13034 Typ 6 EN 13034 Schutzkleidung gegen flüssige Chemikalien Typ 6. Diese Norm legt die Mindestanforderungen an flüssigkeitsdichte, wiederverwendbare Chemikalienschutzanzüge und solche zum begrenzten Einsatz (Typ 6) fest. Sie bieten dort eingeschränkten Schutz gegen die Einwirkung von flüssigen Aerosolen, Spray und leichten Spritzern, wo das Risiko einer chemischen Einwirkung als gering bewertet wurde und die Art der möglichen Exposition, Spray, Nebel usw. als geringes Risiko definiert ist. Schutzkleidung, die nach dieser internationalen Norm zertifiziert ist, dient dazu, den Träger der Kleidung bei vereinzeltem und kurzen Kontakt mit kleinen Flammen in Situationen zu schützen, bei denen keine wesentlichen Gefahren durch Hitze bestehen und keine sonstigen Hitzequellen vorhanden sind. Zum Schutz gegen Gefahren durch Hitze wird die ISO 11612 empfohlen. Schutzkleidung nach der EN ISO 14116 kann aus mehreren ein- oder mehrschichtigen Kleidungsstücken oder einem einzelnen Kleidungsstück bestehen. Alle Materialkombinationen, die dieser Norm entsprechen, müssen bei einer Prüfung gemäß ISO 15025 einen Index für begrenzte Flammenausbreitung von 1, 2 oder 3 erzielen. Index für begrenzte Flammenausbreitung • Index 1 (Flammenausbreitung, brennende Rückstände und nachglühende Eigenschaften) • Index 2 (wie Index 1 zuzüglich lochbildender Eigenschaften) • Index 3 (wie Index 2 zuzüglich nachbrennender Eigenschaften) Bei Index 1 (geringster Schutz) kann die Schutzkleidung nur über einem Kleidungsstück mit dem Index 2 oder 3 getragen werden. Kleidung gemäß Index 1 sollte nicht in Kontakt mit der Haut getragen werden, beispielsweise am Nacken oder Handgelenk. IEC 61482-2 EN61482-1-2 Prüfkammerverfahren für gerichteten Lichtbogen.


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